Organisierung der Freiwilligen Feuerwehr

Am 1.Oktober 1878 wurde die Freiwillige Feuerwehr von Mitgliedern des Männer-Turn-Vereins Jarmen ins Leben gerufen. Der Paragraph 1 der neugegründeten Wehr besagte, daß die Mitglieder des Männer-Turn-Vereins sich zu einer Freiwilligen Männer-Turn-Feuerwehr vereinigen. Die Mitgliederstärke betrug zuerst 37 Kameraden. Die Trennung der Wehr vom Turnverein erfolgte 1886. Von jetzt ab nannte man sich nur noch Freiwillige Feuerwehr Jarmen. Der Ausbau des Feuerlöschwesens in Jarmen machte nunmehr rasche Fortschritte. Am 26.November 1886 wurde eine neue Feuerlöschordnung erlassen und für den Bereich der Stadt Jarmen eingeführt.Neben der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen existierte aber noch eine “ Pflichtfeuerwehr”, die in fünf Abteilungen eingeteilt war. Die Aufgliederung der Pflichtfeuerwehr sah wie folgt aus. Es gab eine sogenannte Polizeimannschaft,eine Spritzenmannschaft, eine Wasserschöpfmannschaft, das Handwerkerkorps und letztlich die Rettungsmannschaft. In den Jahren 1886 bis 1889 wurden drei neue Wasserwagen angeschafft, 1890 neue Druckschläuche. Im gleichen Jahr wurde in der Nähe der Wasserschöpfstelle an der Peene ein Brunnen angelegt, um die Verletzungsgefahr beim Wasserschöpfen einzugrenzen. 1895 wurde eine neue Spritze angeschafft. 1896 hatte die Freiwillige Feuerwehr bereits vier Spritzen.Bemerkenswert bleibt in den Annalen der Jarmener Feuerwehrgeschichte die Tatsache, daß zum Dienst in der “Pflichtfeuerwehr” jeder Bürger vom 18. bis zum vollendeten 60.Lebensjahr verpflichtet war, was immerhin bedeutete, daß man im Ernstfall zum Dienst in der Wehr eingesetzt werden konnte.  

Der Entwicklungsprozeß der Wehr zwischen 1900 und 1945

1900 wurde die Gemeinde Klinkenberg nach Jarmen eingemeindet. Da das Feuerlöschwesen zu diesem Zeitpunkt schon eine stadt- und kreisübergreifende Funktion eingenommen hatte,war die Stadt Jarmen nach folgenden Orten zur Löschhilfe verpflichtet.Alt- und Neu-Jargenow,Bandelin,Breechen,Gützkow,Kuntzow,Neuendorf,Schmoldow,Vargatz,Wieck,Kagenow,Neetzow,Padderow,Bentzin,Kadow,Kartlow,Jagetzow,Völschow,Kronsberg,Leussin,Müssenthin,Plötz,Wilhelminenthal,Alt-Plestlin,Neu-Plestlin,GroßToitin,KleinToitin,Tutow, Unnode,Zarrenthin und Zemmin.Inzwischen hatte sich auch die Betriebsfeuerwehr der Jarmener Zuckerfabrik gebildet, die auf Betreiben des damaligen Direktors ins Leben gerufen wurde und fortan mit ihrem Schlauchmaterial und das der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen das gesamte Stadtgebiet bei Bränden beherschte.1928 feierte die Jarmener Wehr ihr 50jähriges Gründungsjubiläum. Inzwischen hatte die Zuckerfabrik Jarmen ihre Betriebswehr uniformiert und sich eine Motorspritze zugelegt. Der Direktor der Zuckerfabrik hatte als Stadtverordneter dazu beigetragen,daß auch die Stadt Jarmen eine Motorspritze kaufen und sie der Freiwilligen Feuerwehr übergeben konnte. Es wurde dann auf diesem Fest eine gemeinsame Angriffsübung der beiden hiesigen Feuerwehren mit zwei Motorspritzen vorgeführt,wobei auch die eigens für die Wehr der Zuckerfabrik angeschaffte “Magirus-Steigleiter” zum ersten Mal bewundert werden konnte. Daß die Stadt Jarmen nicht tatenlos diesem guten Entwicklungstrend der beiden Wehren gegenüber stand zeigt eine städtische Verfügung aus dem Jahre 1908, die jedem Hausbesitzer vorschreibt ,daß er für Feuerlöschzwecke eine Laterne,einen Eimer und eine Leiter gebrauchsfertig bereit zu halten hat, um im Ernstfall zur sofortigen Hilfeleistung gerüstet zu sein. 1930/31 wurde das Feuerwehrgebäude gebaut. Neben den Unterstellmöglichkeiten für alle Geräte wurde ein Schlauchturm und eine kleine Wohnung erbaut und der Wehr feierlich übergeben. Alle vierzehn Tage freitags 19.00 Uhr wurden die Kameraden der Jarmener Wehr zu Übungen gerufen. Das geschah damals nicht über einen durch die Sirene ausgelösten Alarmruf,sondern mittels Trompetensignal,an verschiedenen Punkten der Stadt. Die Hornisten der Wehr bliesen auf ihren B-Signalhörnern den Ruf:”Kommt her,kommt her, kommt her”. Dann strömten die Kameraden aus allen Teilen der Stadt,in ihre weißen Leinenkittel gekleidet,behelmt und gestiefelt zum Feuerwehrdepot in der Fabrikstraße, um ihre Übungen durchzuführen. Neben den weißen Leinenkittel der Übungs-und Einsatzuniform hatten die Kameraden auch schon ihre schmucke blaue Feuerwehruniform mit den ersten Rangabzeichen damaliger Zeit und der Wehrführer nannte sich nicht mehr wie zu Gründungszeiten “Feuerwehrhauptmann”, sondern er war “Wehrleiter” bzw. Brandmeister oder Löschmeister. Auch den Titel “Brandinspektor” soll es in Jarmen schon früher gegeben haben. 1941 erhielt die Jarmener Wehr ein ganz modernes Löschfahrzeug. Das Fahrzeug verfügte über einen eingebauten Tank und eine leistungsstarke Motorspritze,die für die Jarmener Wehr alles bisher dagewesene in den Schatten stellte. Die Bedienungsmann- schaft hatte Platz in der geräumigen Fahrerkabine,so daß mit diesem Löschfahrzeug und der dazugehörigen Mannschaft in allerkürzesten Zeit ausgerückt werden konnte, ohne auf ein zweites Fahrzeug warte zu müssen. Während des Krieges 1939-1945 waren einige Kameraden zum Kriegsdienst eingezogen worden. Alles, was seinerzeit in Jarmen nicht “fronttauglich” war ,wurde der Feuerwehr zugewiesen. 1942 hatte die Jarmener Wehr ihren ersten Großeinsatz in Rostock zur Feuerbekämpfung und zu Aufräumungsarbeiten nach Bombenangriffen. Nach den schrecklichen Luftangriffen auf Anklam(Oktober 1943) und 1944 und die verheerenden Angriffe auf die pommersche Landeshauptstadt Stettin (30.01 und 20.04.44) rückte auch unsereJarmener Wehr aus, um Hilfe zu leisten. Bei den Angriffen auf Stettin war die Wehr im Hydrierwerk Pölitz und in Alt-Damm im Einsatz.Am 28.April 1945 standen in der Scheunenstraße am Rathaus alle in Jarmen stationierten Feuerlöschfahrzeuge der Jarmener Wehr und wurden für die Flucht beladen. Der Jarmener Bürgermeister und der Ortsgruppenleiter der NSDAP verschwanden mit diesen Fahrzeugrn in unverantwortlicher Weise auf Nimmerwiedersehen in Richtung Westen und überließen Jarmen seinem Schicksal.Hier endet ein Abschnitt der Geschichte der Jarmener Feuerwehr, Bevor dann unter völlig anderen Bedingungen eine neue Etappe eingeleitet wurde, die bis in die Gegenwart andauer

Der Neubeginn der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen ab 1945

Der Neubeginn im Jahre 1945 war verständlicherweise mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden,denn unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges waren in Jarmen, bedingt durch den hohen Bevölkerungszuwachs infolge der vielen Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten,ganz andere Probleme vordringlich zu bewältigen,als der Aufbau der Feuerwehr-praktisch aus dem Nichts heraus.Die Löschfahrzeuge waren durch die Flucht in Richtung Westen verschwunden. Was an Material zurückgeblieben war,lagerte im Feuerwehrdepot,aber selbst die zurückgelassenen Spritzen waren ja bei einem möglichen Brandfall nicht einsatzfähig,weil die motorisierte Zugkraft nicht vorhanden war.Das Feuerwehrdepot war überdies zeitweise mit Flüchtlingen belegt,weil es in Jarmen kaum Möglichkeiten gab,die vielen Menschen anderweitig unterzubringen. Erst nach und nach normalisierte sich die Lage aus der Erkenntnis heraus,daß eine Feuerwehr dringend benötigt wurde, wie das Brände in Kronsberg und in der näheren und weiteren Umgebung von Jarmen bewiesen.Man muß den Kameraden,die sich nach 1945 der Wehr wieder zur Verfügung stellten, ein ausgezeichnetes Organisationstelent bescheinigen,wobei besonders Töpfermeister Fritz Schacht hervorgehoben werden soll, der sich als einer der damals ältesten Feuerwehrmitglieder wieder an die Spitze der     Jarmener Wehr stellte,der er 50 Jahre angehörte wovon er fast 30 Jahre Wehrleiter war . Ihm zur Seite stand Brunnenbaumeister Walter Klein,der Fritz Schacht 1947 als Wehrleiter ablöste und die Leitung bis 1955 inne hatte. Während dieser ersten zehn Jahre nach dem Kriegsende vollzog sich in mühseliger Kleinarbeit ein Neuaufbau der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen, der damals weniger den staatlichen Anweisungen und Paragraphen unterworfen war,als vielmehr aus eigener Initiative die markanten Tugenden der Kameraden in den Vordergrund stellte,die mit Ehrgeiz,Verständnis und Einsatzbereitschaft vieles mit einer Selbstverständlichkeit regelten,die auch heute noch eine ehrende Anerkennung verdient. Als der Jarmener landwirtschaftliche Ein- und Verkaufs-Verein im Juli/August 1945  seine erste Deutz-Zugmaschine erwarb und die Schlosser der Maschinen-Abteilung (zum Teil Aktive Kameraden) zusätzlich aus dem Nichts noch eine Hanomag-Zugmaschine aufbauten,da standen mittels einer damals vollkommen einsichtigen Anweisung des städtischen Rates wieder zwei Zugmaschinen zur Verfügung,die von Wilhelm Wolthusen, Walter Schneidewind und Hans Steinführer abwechselnd bei Löscheinsätzen gefahren wurden. Später kam noch ein Lieferauto von Kaufmann Rudolf Meier hinzu,was bei Löscheinsätzen vom Angestellten der Firma, Wilhelm Kräplin, gefahren wurde. So half man sich zu damaliger Zeit und erfüllte den alten Grundsatz:” Jedem zu helfen,der durch Feuer in Not geriet”. Mit Hilfe dieser Fahrzeuge, die allerdings nicht im Feuerwehrdepot abgestellt waren, Konnte während eines Feueralarms die Zeit des Ausrückens eingeschränkt werden. Dennoch war das kein Dauerzustand, denn für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung ging sehr viel Zeit verloren. Die politischen Verhältnisse in Deutschland waren durch die Spaltung Deutschlands in sogenannte Besatzungszonen äusserst kompliziert und führten 1949 zur Bildung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik.Große Einsätze der Jarmener Wehr fanden 1950 beim Scheunenbrand in Kronsberg, bei Stall- und Strohmietenbränden und beim Großbrand in Krien statt, wo damals mehrere reetgedeckte Häuser dem Feuer zum Opfer fielen. 1951 brannten die noch in der Fabrikstraße stehenden Scheunen ab. Ein weiterer Großbrand wurde durch die Jarmener Wehr 1952 in Kölzin mit gelöscht.Die Zeit damals erforderte es einfach,daß gewissermaßen als eine vorbeugende Maßnahme die Polizei gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sichtkontrollen durchführte,wo die Beobachtungen vom Schlauchturm des Depots und vom Rathausturm aus erfolgten. Diese Methode war auch zu früheren Zeiten bereits in Jarmen praktiziert worden, als das Alarmsystem noch nicht genügend ausgebaut war.1955 trat Kamerad Walter Klein vom Amt des Wehrleiters zurück, und für kurze Zeit übernahm Kamerad Otto Bienert die Leitung der Wehr. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Löschmeister wurde mit Wirkung vom 22.12.1955 Kamerad Ullrich Witt Wehrleiter. Ungefähr um die gleiche Zeit erhielt die Wehr ihr erstes Löschfahrzeug nach dem Kriege und zwar einen LF 8 Granit “Phänomen”, womit verbunden war, daß durch regelmäßige,gewissenhafte Ausbildung die Ausrückezeit auf drei Minuten gesenkt wurde. Die alte “Koebepumpe”, die jahrzehntelang ihren Dienst bei der Jarmener Wehr geleistet hatte, wurde durch eine tragbare “TS 8” ersetzt.Um 1955 setzte altersbedingt eine personelle Schwächung der Jarmener Wehr ein,aber man besann sich in Jarmen auf alte Traditionen, indem im Frühjahr 1955 eine “Pflichtfeuerwehr” ins Leben gerufen wurde - ganz einfach aus der Tatsache heraus, daß es so etwas....”schon in der Geschichte der FFw Jarmen einmal gegeben hatte...”  Nach erfolgter Ausbildungszeit wurden die Kameraden dann größtenteils in die aktiven Reihen der Feuerwehr übernommen.Die Alarmierung der Wehr durch Hornsignale gehörte längst der Vergangenheit an.Das regelten die Sirenen.Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr fand ihre fundierte staatliche Anerkennung durch das Inkrafttreten des Brandschutzgesetzes vom 18.Januar 1956. Damit gingen die Belange des örtlichen Brandschutzes und der Feuerwehren in die Rechte und Pflichten der Städte und Gemeinden über, die fortan für die technische ,materielle und personelle Entwicklung ihrer Wehren selber verantwortlich zeichneten. Das Gesetz beinhaltete auch die Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, verbunden mit den Kontrollbefugnissen der Feuerwehr, die allein 1958 umfangreiche Wohnungskontrollen mit zum Teil erheblichen Beanstandungen in Form brandschutztechnischer Mängel und große Nachkontrollen durchführte. Der “vorbeugende Brandschutz” gewann mehr und mehr an Bedeutung, weil durch die aufklärende Tätigkeit der Feuerwehr somit Brände verhindert werden konnten. Das wurde ein eigenständiges Aufgabengebiet der Wehr, und Kamerad Otto Bienert wurde “ Leiter des vorbeugenden Brandschutzes”.Als in Jarmen der Bau der Trinkwasserleitung begann, konnten Unterflurhydranten in Betrieb genommen werden, was für die Folgezeit hoffen ließ, daß bei der Gesamterschließung Jarmens für die zentrale Wasserversorgung die Hydranten bei ausbrechenden Bränden die wichtigsten Anschlüsse für die Wasserzufuhr der Spritzen wurden und ein Auslegen der Schläuche bis zur Peene - wie das früher eben gar nicht anders zu bewerkstelligen war - völlig in Wegfall kam. In der zeitlichen Folge war im nahegelegenen Völschow 1960 ein Großbrand zu bekämpfen, wie auch in Kartlow, wo eine Stallanlage völlig abbrannte, aus der die Kameraden der Jarmener Wehr 76 Kälber und weitere 10 Stücke Großvieh retteten.1962 schufen sich die Kameraden in freiwilliger Aufbauarbeit die erste Wasserleitung zum Gerätehaus. Zu diesem Zeitpunkt begannen jährliche Schulungen und Ausbildungslehrgänge von zweitägiger Dauer, wo die Wehren der Umgebung teilnahmen und durch eine Kooperation mit der Zuckerfabrik Jarmen die Verpflegung abgesichert werden konnte. Die Wehr umfaßte zum damaligen Zeitpunkt 44 Kameraden. Eine Arbeitsgemeinschaft “ Junger Brandschutzhelfer” , bestehend aus 19 Schülern der Pionierorganisation hatte sich gebildet und nannte sich bald “Pionierfeuerwehr”. Jahrelang betreute Kamerad Erwin Sommerfeld die Ausbildung und Arbeit dieser Gruppe

Anläßlich des 85-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen bekam sie ein neues Löschfahrzeug vom Typ “Robur”, womit die Einsatzfähigkeit der Wehr weiter gesteigert werden konnte. Gleichermaßen wurden 1965 unter maßgeblichem Einfluß des Direktors der Jarmener Zuckerfabrik jährlich Dreitageslehrgänge durchgeführt, wo viele Wehren der Umgebung teilnahmen. Zwischenzeitlich war auf dem Dach der Bahnhofsgaststätte eine weitere Sirene montiert worden. Die Alarmsignale waren nun wie folgt festgelegt:  Stadtalarm 3 mal 1min. auf- und abschwellender Ton , Landalarm  3 mal 1min. Dauerton ,  Probealarm 1 Minute, Sonnabends um 12.00 Uhr. 1968 bildete sich bei der Jarmener Wehr eine Frauenbrandschutzgruppe, deren langjährige Leiterin Maria Langenberg war. Diese Kameradinnen haben jahrelang vorbildliche Arbeit im vorbeugenden Brandschutz geleistet, so daß auch ihre Tätigkeit in dieser chronikalischen Darstellung die gebührende Würdigung findet.1968 wurde mit dem Bau des Schulungs-und Kulturraumes begonnen, wo die Kameradinnen und Kameraden nach alten Unterlagen 5076 freiwillige Aufbaustunden geleistet haben. Ab 1970 rückte auf Grund einer Kooperationsvereinbarung bei Bränden und Gefahren aller Art die Jarmener Stadtwehr mit der Betriebsfeuerwehr der Zuckerfabrik Jarmen gemeinsam aus, was in den folgenden Jahren weit weniger der Fall war. ZUrückzuführen ist das auf die Tätigkeit der Brandschutzgruppe, die ihren Kontrollauftrag sehr ernst nahm. Diese Brandschutzgruppe der Frauen konnte beim Bezirksausscheid in Neubrandenburg 1970 einen 1. Platz erringen.1972 erfolgte ein Wechsel der Wehrleitung. Kamersd Ulrich Witt schied infolge einer längeren Erkrankung aus und Kamerad Ott Bienert wurde durch den Bürgermeister der Stadt Jarmen in diese Funktion berufen. Im darauffolgenden Jahr erringt die FFw Jarmen die Leistungsstufe 1, wie auch der Brandschutzgruppe die Kontrollbefugnis zur Überprüfung von Betrieben erteilt wurde.Der Fuhrpark der FFw Jarmen konnte 1974 weiter aufgestockt werden, indem vom Rat des Kreises ein Löschfahrzeug vom Typ “B 1000” überstellt wurde, dafür das“LF 8” vorübergehend der Zuckerfabrik zur Verfügung gestellt wurde, bis hier eine Neuanschaffung erfolgte. Die Zusammenarbeit beider Wehren bewährte sich beim Brand des Bergeraumes in Kronsberg bei der damaligen LPG am 7.Oktober 1974.Ein weiterer Fortschritt zeichnete sich 1975 ab, als in der Stadt zwei zusätzliche Sirenen montiert wurden. Auf Grund neuer Bestimmungen wurden 1976 einheitliche Alarmsignale erlassen.  1 Minute Dauerton                             Probealarm                                                                           3 mal 1min. Dauerton                          Feueralarm                                                                          3 min. auf- und abschwellender Ton     Katastrophenalarm                       Die Alarmierung erfolgte von der Betriebswache der Zuckerfabrik Jarmen aus. Interessant ist auch,daß ein “stilles Alarmierungssystem” aufgebaut wurde. Der Wehrleiter unterrichtete am Tag oder bei Nacht 5 Kameraden, die wiederum jeder nach Plan 3 Kameraden benachrichtigten, die sich alle am Stellplatz vor dem Depot zu Einsätzen sammelten.                                                                     Im Jahre 1978 feierte die Freiwillige Feuerwehr Jarmen ihr 100jähriges Bestehen. Zur Wehr gehörten damals 47 Mitglieder, davon 10, die im vorbeugenden Brandschutz tätig waren. 4 Kameraden waren in der Wirkungsbereichleitung und 1 Kamerad war Zugführer im Brandschutzzug, so das die Wehr 32 Kameraden für den operativen Dienst bereitstellen konnte. Am 10 Juni 1978 begannen die Feierlichkeiten mit den Ehrenmitgliedern, dem Rat der Stadt, den Betrieben und Gästen und der Bevölkerung aus nah und fern, die mit dem großen Feuerwehrball in der damaligen Schülergaststätte ihren krönenden Abschluß fanden. Die Schneeverwehungen Ende des Jahres 1978/ Anfang 1979 verlangten der hiesigen Feuerwehr kaum vorstellbare Leistungen ab. Die Kameraden der Wehr retteten 46 Personen aus ihren eingeschneiten Pkw´s entlang der B96 und bahnten querfeldein den Weg zu den von der Umwelt abgeschnittenen Ortsteilen um die Versorgungslage zu sichern. 260 Stunden dauerte der ununterbrochene Einsatz. 1979 wurde die Jarmener Wehr mit dem Titel “Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr” ausgezeichnet.1982 erhielt die Wehr ihre ersten beiden Handsprechfunkgeräte. Als dann auf dem Gelände der Volkspolizei in Demmin eine Sendestation aufgebaut wurde, erhielt die Wehr im Löschfahrzeug ein stationäres Funkgerät. Ein weiteres Löschfahrzeug vom Typ “2002 A” wurde 1984 der FFw vom Rat des Kreises übergeben, dafür wurde aber das”Robur”-Löschfahrzeug abgezogenund der Wehr in Sarow übergeben. Zum weiteren Ausbau des Fuhrparkes kam ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug, Typ” W 50” ,Baujahr 1975, von Templin im Jahr 1985 nach Jarmen, wofür der B 1000 an den Rat des Kreises zurückgegeben wurde. Aber nach der generalüberholung des Tanklöschfahrzeuges erstrahlte es in neuem Glanz und ist gegenwärtig noch in Betrieb. In den Folgejahren wurden die ersten 10 Funkmeldeempfänger an aktive Kameraden der Wehr ausgegeben, die dann von der Leitstelle in Demmin alarmiert wurden. Am 1. Mai 1990 trat Wehrleiter Otto Bienert aus gesundheitlichen Gründen zurück, und als neuer Wehrleiter wurde Kamerad Erhard Bandur vom Bürgermeister der Stadt Jarmen eingesetzt. Eine neue zentrale Leitstelle wurde in Malchin für die Feuerwehr errichtet. Die Sirenen im Stadtgebiet wurden auf zwei beschränkt. Weitere Funkmeldeempfänger vervollkommnen die technische Ausrüstung der Wehr, so daß die Alarmierung mittels Sirenen eingeschränkt werden konnte. Eine Feststellung ist für die “ Nachwendezeit “ bedrückend. Indem die Brände eine rückläufige Tendenz aufweisen, erhöhen sich die Verkehrsunfälle in erschreckendem Maße. Bei schweren und schwersten Verkehrsunfällen- zum Teil mit tödlichem Ausgang müssen die Kameraden nun oftmals bewähren. 1992 kaufte die Stadt einen VW-Kleintransporter, der von der FFw Jarmen umgebaut und als Rettungsvorausfahrzeug benutzt wird. Auch ein älterer Rüstwagen für Rettungszwecke aller Art wurde der Jarmener Wehr vom Bund für Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. Der Umfangreiche Umbau des Gerätehauses erfolgte in den Jahren 1992/1993 mit einem erheblichen Kostenaufwand, wo auch gleichzeitig der Vorplatz des Depots befestigt wurde.1994 wurde ein neues Löschfahrzeug von Typ”LF 16 TS” für den Katastrophenschutz übergeben und 1998 ein Boot, das für Rettungseinsätze auf der Peene vorgesehen ist.Das ist der derzeitige Stand der Geschichte der Feuerwehr Jarmen. Die Geschichten und Erzählungen stammen von älteren Kameraden und vom Ortschronisten der Stadt Jarmen Herrn Arnold Engfer.                                                                                                                                                                                                                           

Aktuelles Wetter

Donnerstag, 24.10.2014

  • Jarmen
  • 11° C

©: WetterOnline

Kontakt

Sie erreichen uns unter:

 

 

Freiwillige Feuerwehr Jarmen

Fabrikstraße 5

17126 Jarmen

 

Tel. 039997/10231

Aktuelles

die letzten Einsätze
21.10.2014 Gefahrguteinsatz
13.10.2014 Gefahrguteinsatz
13.09.2014 brennt Pkw